Thứ Hai, 21 tháng 3, 2016

Brotauflauf "Alis Mutter" - Um Ali

Dieses sehr bekannte Gericht besteht aus altbackenem Brot und Milch, wird im Ofen überbacken, ist sehr lecker und wird auch häufig in Restaurants und Hotels serviert.

Um Ali mit Filloteig
Ich habe Um Ali Rezepte mit Filloteig (Nigella Lawson), mit Croissants, mit Blätterteig (Kochbuch), mit Ro'ak (CBC Sofra), mit Feteer und sogar mit Schweineohren gesehen.
Man kann Um Ali also quasi mit jedem beliebigen Backwerk machen und diese auch untereinander mischen.

Nach verschiedenen Experimenten ist für mich Um Ali aus Croissants am leckersten. Die Konsistenz beim Um Ali aus Filloteig war mir persönlich etwas zu matschig und mit Ro'ak etwas zu fest.
Um Ali mit Ro'ak und Dattelfüllung
Wer möchte kann auch TK-Blätterteig kaufen und diesen zuerst backen und dann wie die Croissants verwenden, das wäre mir persönlich aber bei den Preisen für TK-Blätterteig hier in Ägypten zu teuer. Ich friere lieber übriggebliebene Croissants und Feteer ein, bis ich genug für Um Ali beisammen habe, ein preiswertes Reste-Essen also.

Ursprung und Bedeutung des Namens

Ägyptische Frauen werden im öffentlichen Leben selten mit ihrem Vornamen angesprochen, sondern meistens als "Mutter von...(Name des Erstgeboren Sohnes)". So auch die Erfinderin eines der bekanntesten ägyptischen Desserts : Um Ali, also Mutter von Ali.

Durch diese Praxis geht nicht nur ein Stück ihrer eigenen Identität verloren, sondern die Frau bekommt erst einen Titel, wenn sie einen Sohn geboren hat. Ich persönlich fand es auch schon immer ungerecht den Töchtern gegenüber, als wären sie nichts wert, aber es passt in das Gesamtbild, denn wenn man den Namen von Töchtern verwenden würde, könnte man auch gleich den Namen der Mutter nennen. Wie so oft wird diese Diskriminierung unter dem Vorwand des "Schutzes" durchgeführt, ähnliche Argumente wie für die Vollverschleierung und die Beschneidung werden gebracht. Scheinbar gibt es mittlerweile auch in Ägypten Menschen, die sich darüber Gedanken machen und diese veraltete und sinnlose Traditionen überwinden wollen.

Darum geht es in diesem Video, das zum ägyptischen Muttertag am 21.März 2015 veröffentlicht wurde. Den interviewten Männern wird eine einfache Frage gestellt: "Wie lautet der Name deiner Mutter?" und man sieht die unterschiedlichen Reaktionen der ägyptischen Söhne. Am Ende wird dazu aufgerufen am Muttertag sein Profilbild auf facebook mit dem geschriebenen Namen der Mutter zu posten.


Der Muttertag (21. März) ist in Ägypten eine große Sache. Man gratuliert ALLEN Müttern, nicht nur der eigenen und man bedankt sich auch bei den Lehrerinnen, die sich wie Mütter um die Kinder kümmern. Am Muttertag kommen die Lehrerinnen mit Geschenken vollgepackt nach Hause.

Gerne wüsste ich, wie wohl Alis Mutter, die sich diesen leckeren Brotauflauf ausgedacht hat, mit Vornamen hiess, dann könnten wir gemeinsam dieses Gericht umbenennen, in den richtigen Namen. Ob ihr Name wohl Farida, Amira, Alea, Nadia, Fatma oder Soad war?

Zutaten:

5 Croissants
1 l Milch
100 g Zucker
1 TL Vanillezucker
75 g Kokosnuss
75 g Mandeln oder Haselnüsse
75 g Rosinen
150g Eschta (Schmand oder Creme Fraiche)

Die Mengen können individuell angepasst werden. Besonders der Zucker, da Ägypter es bekanntlich süßer mögen als Europäer . ;)

Zubereitung:

1. Die Croissants zerpflücken und in eine ofenfeste Auflaufform legen. Man kann entweder kleine einzelne Portionen machen oder eine große ägyptische Tagine nehmen.

Ägyptische Tagine Auflaufform

2. Die gehackten Mandeln, Kokosnuss und Rosinen zwischen die Schichten aus Brot streuen.

Ich bevorzuge Einzelportionen, weil man da gut einzelne Zutaten weglassen kann, falls jemand keine Rosinen oder Kokosnuss mag, außerdem spart es Geschirr, da direkt aus der Form gegessen wird. :)

3. Die Milch mit Zucker und Vanillezucker und 2 EL Schmand in einem Topf erhitzen, den Backofen vorheizen.

Die restliche Eschta oben auf der letzten Schicht verteilen. (Es geht auch Schlagsahne.)

Dann die heiße Milch in die Form gießen, dabei nicht ganz voll machen, sonst läuft es im Ofen über und alles riecht (wie bei mir heute) nach verbrannter Milch. ;)  Aber das ganze Brot soll gut bedeckt sein.

Um Ali Zubereitung


Etwas Kokosnuss oben draufstreuen.

Bei 200°C etwa 20 Minuten in der oberen Hälfte des Backofens backen, bis sich oben eine goldene Kruste bildet.

Warm (nicht zu heiß) als Dessert servieren.

Um Ali


Bilhana wa schifa! Guten Appetit!

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Thứ Bảy, 12 tháng 3, 2016

Ägyptische Frittata (Eiergericht) - Egga


Das mit Kräutern, Zwiebeln und Tomaten vermischte Ei wird im Ofen gestockt und bleibt dadurch besonders saftig.

Mit einem Muffinblech, kann man alternativ kleine, runde Portionen Egga zubereiten.

Egga ist ein ideales Gericht für ein (Oster-) Brunch. Es schmeckt warm und kalt und passt sehr gut zu Fuul und Taameya. Ausserdem ist die Zubereitung ganz leicht.

Zutaten: 

6 Eier
2 Frühlingszwiebeln
2 Tomaten
1 Chili
Eine Hand Petersilie
Etwas Dill
Etwas Koriander (optional)
Salz, Pfeffer
Butter für die Form

Egga Ägyptisches EiergerichtZubereitung:

1. Tomaten, Frühlingszwiebeln, Chili und Kräuter klein schneiden und zusammen mit den Gewürzen in einer Schüssel verrühren.




 

Egga Ägyptisches Eiergericht

2. In der gebutterten Form im Ofen bei 180°C garen, bis alles fest geworden ist und eine goldene Farbe angenommen hat.

Etwa fünf Minuten stehen lassen und dann in rechteckige Portionen schneiden.
Egga Ägyptisches Eiergericht

Hier geht es zu meinem Menüvorschlag für ein ägyptisches Brunch oder Frühstück.

Bilhana wa schifa! Guten Appetit!

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Thứ Hai, 29 tháng 2, 2016

Rote Linsen - Ads

Jeder kennt die typisch ägyptische Linsensuppe, aber wusstet Ihr schon, dass rote Linsen in Ägypten auch mit Reis beim Hauptgang gegessen werden?

Dieses Rezept stammt ursprünglich aus Indien und ist dort unter dem Namen Dal ein Nationalgericht.

Es enthält den für Ägypten eigentlich untypischen frischen Ingwer und deswegen ist dieses Gericht eines der wenigen nicht-ägyptischen Gerichte auf diesem Blog. Ich habe mich entschieden es trotzdem aufzunehmen, weil ich von Ägyptern sehr viel positives Feedback für meine Linsen bekomme und es neben Pizza das Gericht ist, das meine ägyptische Schwiegerfamilie sich am häufigsten von mir wünscht, obwohl Linsen hier etwas das negative Image von billigem "Armee-Essen" haben.

Indien und Ägypten hatten als Gemeinsamkeit die britischen Kolonialherren und in dieser Zeit vermischten sich die Küchen etwas. Kuschari zum Beispiel soll auch aus indischen Einflüssen entstanden sein.

Ich liebe die indische Küche und auch dieses Rezept, das ich wirklich sehr häufig koche.
Linsen sind in Ägypten besonders in der kalten Jahreszeit als wärmendes Abendessen bekannt. Als ich einmal im August im kleinen staatlichen Dorflädchen nach "Ads" gefragt habe, meinte der Verkäufer es gäbe sie dort nur im Winter zu kaufen. In normalen Supermärkten gibt es sie natürlich das ganze Jahr, aber ich fand diesen saisonalen Aspekt interessant.

Viele Geschmacksstoffe in Gewürzen sind fettlöslich. Deswegen werden Gewürze in Indien separat in geklärter Butter (Ghee) zu einer Gewürzsoße, die Tarka genannt wird, gebraten und erst dann zu den Linsen gegeben. Der Einsatz von zwei separaten Töpfen zahlt sich in diesem Fall geschmacklich aus.
(Bei mir Essen Kinder mit, deswegen benutze ich weniger Chilis als möglich. Wer es gerne schärfer mag, kann die Chilimenge entsprechend erhöhen.)

Zutaten:

250 g rote Linsen
750 ml Wasser
60g Ghee (oder ersatzweise Butter)
1 TL Kurkuma (gemahlen)
1 TL Kreuzkümmel
1 TL schwarzen Pfeffer
1 TL Salz
3 Lorbeerblätter
20 g frischen Ingwer
2 Knoblauchzehen
4 Kapseln Kardamom
4 Nelken
1 Zwiebel
1Tomate
1 grüne Chili
2 EL glatte Petersilie

Zubereitung: 

1. Die Linsen gründlich waschen, bis das Wasser klar bleibt.

2. Wasser kochen, dann Kurkuma, Salz und die Linsen hinzufügen und auf kleiner Flamme köcheln lassen.
3. Die Zutaten für die Tarka vorbereiten: Zwiebeln fein hacken, Knoblauch und Ingwer fein reiben, Tomate waschen und fein würfeln, Chili waschen und fein hacken, Kardamomsamen von der Schale befreien.

4. Ghee oder Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln mit Kardamom, Nelken und Lorbeerblättern darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten glasig braten.

5. Ingwer und Knoblauch zugeben und weiter anbraten, bis alles goldgelb wird (etwa 5 Minuten). Spätestens jetzt entführen uns die Gerüche in der Küche zurück in den Indienurlaub.

6. Kreuzkümmel unterrühren, dann Tomaten und Chili zugeben und wieder 5 Minuten braten.

7. Inzwischen sind die Linsen fast gar, einmal kräftig umrühren. Falls zu viel Flüssigkeit verdampft ist, noch etwas heißes Wasser zugeben. Sie sollen aber die Konsistenz von Brei haben, nicht von Suppe.

8. Die heiße Tarka auf die Linsen geben und untermengen. Kurz durchziehen lassen.

9. Petersilie waschen, hacken und in das Dal einrühren. Lorbeerblätter entfernen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Reis und/oder Fladenbrot servieren.

Bilhana wa schifa! Guten Appetit! 

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Thứ Bảy, 20 tháng 2, 2016

Kochbuch-Tipp: Hummus, Bulgur & Za'atar von Rawia Bishara

Hummus Bulgur und Za'atar von Rawia Bishara
In meiner Reihe von Buchbesprechungen der besten Kochbücher mit orientalischen Rezepten stelle ich Euch heute das Buch "Hummus, Bulgur und Za'atar" von Rawia Bishara vor, das 2015 im Fackelträger Verlag erschienen ist.

Das Buch steht auf Platz 1 der amazon-Bestseller Liste in der Kategorie "Afrikanische Küche & Nahost Küche" und dort gibt es die "Blick ins Buch"-Funktion, für alle, die sich einen ersten Eindruck verschaffen möchten.
Die Übersetzung des Originaltitels "Olives, Lemons and Za'atar" ist zwar nicht so ausschlaggebend abweichend wie bei "Rosenwasser und Granatapfelkerne", ich finde es trotzdem unnötig. Wieso weichen die deutschen Übersetzer manchmal von der wörtlichen Übersetzung ab? Habe das auch bei Filmen und Romanen nie richtig verstanden.

Hohes Niveau - Moderne Aufmachung
Schon auf den ersten Blick erkennt man die moderne Aufmachung und die vielen schönen Fotos, die zum Durchblättern einladen. Das Buch erinnert mich vom Stil her an Jamies Kochbücher. Die Autorin stammt aus Nazareth und hat ein bekanntes orientalisches Restaurant namens "Tanoreen" in New York.

Bei den Mengenangaben merkt man manchmal, dass die Autorin gewohnt ist für ein Restaurant oder eine Großfamilie zu kochen. Felafel von 1 kg Kichererbsen, Kafta von 1,5 kg Hackfleisch, Mamoul von 1,5 kg Walnüssen oder 4 Tüten TK-Molokhia? Das erscheint mir für den Durchschnittshaushalt doch etwas viel. Natürlich kann man die Rezepte halbieren oder vierteln, was aber schon etwas umständlich ist.

Das Buch hat 224 Seiten und ist in 8 Kapitel unterteilt: Frühstück, Vorspeisen, Salate, Suppen & Eintöpfe, Hauptgerichte, Beilagen , Eingelegtes & Saucen und Desserts.

Familiensaga als Kochbuch

Es ist das persönlichste orientalische Kochbuch, das ich kenne, da Rawia Bishara viele Anekdoten und Geschichten in den Einführungen der Rezepte und in ganzseitigen Artikeln erzählt. Es hat etwas von einer als Kochbuch verfassten Familiensaga. Mir persönlich gefällt der persönliche Touch und das es nicht nur Rezepte gibt, sondern auch viele Hintergrundinfos, Familienfotos etc. Die Mischung von Bildern, Texten und Rezepten ist sehr gut gelungen.

Muttabel Auberginensalat

Dickflüssige Tahini SauceIch habe einen typischen orientalischen Auberginensalat  "Mutabbal" (oben) und die "dickflüssige Tahini-Sauce" nachgekocht und die Ergebnisse waren lecker.

Auch das Rezept Fisch-Tagine habe ich getestet. Ich habe die Mengenangaben gedrittelt. Der Fisch wird dabei im Ofen zusammen mit Kartoffeln und Tahinasauce gegart. Schon beim Lesen des Rezeptes habe ich mich gewundert, wie die rohen Kartoffelwürfel in nur 25 Minuten im Backofen gar werden sollen und habe stattdessen dünne Scheiben geschnitten. Selbst einige dickere Scheiben waren nach 25 Minuten noch nicht ganz durch, während der Fisch, der vorher angebraten wurde schon durch war. Beim nächsten mal würde ich die Kartoffeln entweder mit der Mandoline hauchdünn schneiden, oder größere Stücke etwas vorgaren. Das Ergebnis war aber durchaus sehr lecker, mal was anderes.

Fisch Tagine

Das Buch hat den ersten Platz in seiner Kategorie durchaus verdient und ist sehr empfehlenswert, da es wirklich umfangreich ist. Es enthält auch zahlreiche ägyptische Rezepte, z.B. den ägyptischen Reis, den ich bisher in keinem anderen Buch gefunden habe. Auch Fatta, die hier Fetti genannt wird und Fuul sind dabei.


In der Artikel-Reihe "Kochbuchtipps" habe ich bereits andere Kochbücher zum Thema "Orientalische Küche" rezensiert:  Rosenwasser und Granatapfelkerne ,Oriental Basics , Authentisch ägyptisch kochen und Granatapfel, Sumach und Zitrusduft.

Demnächst: Vegan Oriental von Parvani Razavi


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Thứ Bảy, 6 tháng 2, 2016

Menüvorschlag: Ägyptisches Frühstück oder Brunch für Gäste

Gastfreundschaft ist in Ägypten eine sehr wichtige Tugend. Dazu gehört auch, dass man häufig Übernachtungsgäste hat, die zum Frühstück bleiben.

Pommes zum Frühstück? In Ägypten völlig normal!

Die Ägypter frühstücken sehr herzhaft und sättigend, deswegen eignet sich ein ägyptisches Frühstück auch sehr gut als Brunch für Gäste.

Vor großen Bürogebäuden, an vielen Straßenecken und vor Schulen stehen morgens die Fuul-Wagen und verkaufen Sandwiches fürs Frühstück. Fuul und Taameya sind für Ägypter das, was für uns frische Brötchen sind: Der perfekte Start in den Tag.

Zu einem typisch ägyptischen Frühstück zu Hause gehören auf jeden Fall:
  • Fladenbrot (Aisch Baladi) 
  • Fuul (Foul) 
  • Eier (Omelett, Egga oder gekocht)
  • weißer Käse
  • Gurken und/oder Tomaten
Ägyptisches Baladi Frühstück
Einfaches ägyptische Frühstück mit Fuul, Pommes, weißem Käse und Fladenbrot

Ägyptisches Dattelgebäck Rezept Kaab El Ghazal
Dattelgebäck (Kaab El Ghazal)
Als Erweiterung können noch dazu serviert werden:
Fuul und Taameya Ägyptisches Frühstück
Fuul (rechts) und Taameya (links) werden in Ägypten gerne zum Frühstück gegessen
Egga (Ägyptische Frittata)

Auf jeden Fall gehört auch ein schwarzer Tee zum Frühstück. Einige Ägypter trinken ihn morgens gerne mit Milch, andere mit grüner Minze.

Ägyptischer schwarzer Tee

Bilhana wa schifa! Guten Appetit!

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Chủ Nhật, 31 tháng 1, 2016

Blätterteigpastete - Fetir - Feteer Meshaltet


Fetir-Bude
Fetir, auch "Ägyptische Pizza" genannt, gibt es in Ägypten überall.
Süß - z.B. mit Nüssen - oder herzhaft - mit Käse und Thunfisch- gefüllt gehören sie zu den beliebtesten Nationalgerichten, die meistens fertig gekauft und selten zu Hause zubereitet werden.

"Fetir-Buden" sind wie deutsche Pommes-Buden überall zu finden, man erkennt sie an der großen Marmorarbeitsfläche, dem Pizzaofen und den Thunfischdosen in der Vitrine.
 
Bei vielen steht auf Englisch "Egyptian Pizza" dran und die Feteer-Bäcker wirbeln den Teig genauso gekonnt durch die Luft, wie ihre italienischen Kollegen.

Auch ungefüllte Fetir werden gerne und oft, z.B. zum Abendessen, gegessen. Dann gehören "schwarzer Honig" (= Zuckerrübensirup), Bienenhonig und Eschta dazu.

Ich habe dieses Rezept aus meinem Lieblingskochbuch "Rosenwasser und Granatapfelkerne" von Suzanne Zeidy für Euch getestet und veröffentliche es hier mit freundlicher Genehmigung des Knesebeck Verlags:

Ergibt 3 große Feteer-Pasteten

Feteer Meshaltet Zutaten1,5 kg Mehl
3 EL Zucker
3 EL Salz
Sonnenblumenöl zum Einfetten
1 kg Ghee oder Butterschmalz

Zum Servieren

Puderzucker
Ishta (Streichrahm;
alternativ Clotted Cream oder Crème double)
Zuckerrübensirup
Honig
Tahina-Paste

In einer großen Schüssel Mehl, Zucker und Salz vermengen. Nach und nach 600-800 ml Wasser untermengen und mit den Händen alles zu einem glatten Teig verkneten. Das dauert 5-10 Minuten.

Den Teig in neun Stücke zerteilen und zu glatten Kugeln formen. Die Teigklöße leicht abflachen, auf ein großzügig mit Öl bestrichenesBlech legen, locker mit Frischhaltefolie zudecken und an einem kühlen Ort ruhen lassen.

Ägyptische Feteer ZubereitungEine möglichst große Arbeitsfläche oder Marmorunterlage mit Öl einfetten. Ein Teigstück darauflegen und mit eingeölten Händen oder einem Nudelholz zu einem papierdünnen, fast durchsichtigen runden Fladen von 60-80 cm Durchmesser ausrollen. Rund 100g Ghee in kleinen Flöckchen auf dem Fladen verteilen und die vier Seiten so zur Mitte falten, dass ein Quadrat entsteht. Umdrehen, sodass der Saum unten liegt, und beiseitelegen.

Die Arbeitsfläche erneut einölen und ein zweites Teigstück in der beschrieben Weise ausrollen. Einige Ghee-Flöcken darauf verteilen, das erste Teigpaket in die Mitte legen und die vier Seiten darüberschlagen, sodass es vollständig bedeckt ist. Mit dem dritten Teigstück ebenso verfahren. Das ganze lose mit Frischhaltefolie zudecken und beiseitelegen.

Die verbliebenen sechs Teigstücke in gleicher Weise vorbereiten, sodass Sie am Ende 3 Teigpakete haben. Locker mit Frischhaltefolie zudecken und rund 30 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen auf höchster Stufe vorheizen.

Eine runde Backform von etwa 40 cm Durchmesser einige Minuten im Ofen vorheizen und mit etwas Sonnenblumenöl einfetten. Eine der Teigtaschen in die Mitte legen und mit den Händen flach bis an den Rand der Form ausbreiten. Im heißen Ofen 5 Minuten backen, bis die obere Seite gebräunt ist. Vorsichtig wenden und von der anderen Seite 5 Minuten goldbraun und knusprig backen.
Anschließend die beiden anderen Pakete backen.

Feteer Meshaltet Ägyptischer Blätterteig Die Feteer-Pasteten mit verschiedenen Garnituren- Puderzucker, Ishta bzw. Clotted Cream oder Crème double, Zuckerrübensirup, Honig und Tahina zum Eintunken -servieren.


Feteer Meshaltet Ägyptisches Rezept

Fetir mit Assal Eswit - schwarzem Honig (Zuckerrübensirup)
Meine Anmerkungen:
  • Ein tolles Rezept, alles hat gut funktioniert und das Ergebnis war köstlich!
  • Ich habe das Rezept gedrittelt, 3 Feteer sind doch sehr viel und ich wollte es zuerst ausprobieren. Also habe ich 500 g Mehl, 250 ml Wasser und 300 g Butter benutzt.
  • Die Ghee- bzw. Buttermenge in diesem Rezept ist wirklich enorm. Einiges an Butter lief beim Backen aus, ich würde beim nächsten Mal vielleicht "nur" 200-250g Butter pro Fetir nehmen.
  • Ein Teelöffel Vanillezucker in der Butter verfeinert den Geschmack.
  • Eine runde Form habe ich nicht hinbekommen, das fertige Fetir war sehr elastisch und hat sich immer wieder in die rechteckige Form zurückgezogen.
  • Die Backzeit war in meinem Ofen nicht 10, sondern eher 20 Minuten, bis es goldbraun wurde.
  • Die Ränder waren sehr knusprig, fast hart, aber innen war mein Fetir schön weich.
  • Am besten warm geniessen!
  • Wer vegane Margarine benutzt, kann auch vegane Fetir machen. 
Wenige Minuten nachdem ich mit dem Fotografieren fertig war ;)

    Bilhana wa schifa! Guten Appetit!


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